Elterngeld beantragen leicht gemacht
- Sophia Zw
- 28. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Ein Baby bringt viel Freude – und auch einiges an Bürokratie mit sich. Gerade das Elterngeld beantragen kann für viele frischgebackene Eltern eine Herausforderung sein. Ich kenne das Gefühl gut: Man möchte sich voll und ganz auf das Baby konzentrieren, aber die vielen Formulare und Regeln machen es nicht leicht. Deshalb nehme ich Dich heute an die Hand und zeige Dir, wie Du das Elterngeld einfach und stressfrei beantragen kannst.
Was ist Elterngeld und wer hat Anspruch?
Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat für Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Es soll helfen, den Einkommensverlust auszugleichen, wenn Du Dich um Dein Baby kümmerst.
Jeder, der in Deutschland lebt und ein Kind bekommt, kann Elterngeld beantragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du angestellt, selbstständig oder in Elternzeit bist. Auch Studierende und Arbeitslose können Elterngeld bekommen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.
Das Elterngeld beträgt in der Regel zwischen 65 und 67 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens. Mindestens gibt es 300 Euro, maximal 1.800 Euro BasisElterngeld pro Monat. (Bei Mehrlingen oder inkl Geschwisterbonus kann das EG höher ausfallen).
Der Elterngeldanspruch liegt bei 14 Basismonaten als Elternpaar. Bist du Alleinerziehend stehen dir ebenfalls 14 Monate zu.
Vorsicht - Jedes Elternteil muss mindestens 2 Monate aber darf maximal 12 Monate Elterngeld beziehen. Es ist also nicht möglich dass ein Elternteil alleine die vollen 14 Monate Elterngeldanspruch bezieht, sofern dieser nicht offiziell als Alleinerziehend gilt.
Die wichtigsten Voraussetzungen für den Antrag
Damit Du Elterngeld bekommst, musst Du einige Bedingungen erfüllen:
Du betreust Dein Kind selbst und wohnst mit ihm zusammen.
Du arbeitest während des Bezugs nicht mehr als 32 Stunden pro Woche.
Du hast Deinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland
Wenn Du diese Punkte erfüllst, kannst Du den Antrag stellen. Aber wie genau funktioniert das?

So bereitest Du Deinen Elterngeldantrag vor
Der Antrag auf Elterngeld besteht aus mehreren Seiten und erfordert einige Nachweise. Hier ein Überblick, was Du zum Ausfüllen und später auch als Nachweise möglicherweise brauchst:
Personalausweis oder Reisepass: Zur Identifikation.
Krankenkasse und Mitgliedsnummer
Geburtsurkunde des Kindes
Nachweise über Einkommen: Arbeitgeberbescheinigung ODER Gehaltsabrechnungen aus deinem Bemessungszeitraum.
(Bei Angestellten: i.d.R. die letzten 12 Monate vor der Geburt/vor Mutterschutzbeginn, Bei Selbstständigkeit: Kalenderjahr vor der Geburt.)
Der aktuellste Steuerbescheid
Bei Selbstständigkeit: Gewinn&Verlustrechnung für den Bemessungszeitraum, sowie eine Prognose für den Bezugszeitraum, ggf. Gewerbesteuernummer
Bescheinigung des Arbeitgebers: Über Elternzeit oder Mutterschutz.
Nachweis der Krankenkasse über Höhe und Dauer des Mutterschaftsgelds
Bankverbindung: Für die Überweisung des Elterngeldes.
Viele Eltern unterschätzen, wie wichtig es ist, alle Unterlagen vollständig und korrekt einzureichen. Fehlende Dokumente können den Prozess verzögern.
Tipp: Nutze Online-Tools für den Antrag
Es gibt inzwischen praktische Online-Rechner und Antragsassistenten, die Dir helfen, Deinen Anspruch zu prüfen und den Antrag vorzubereiten. So kannst Du Fehler vermeiden und sparst Zeit.
Meine liebste Empfehlung zum Elterngeldmonate verplanen ist eine kostenlose App namens „Elterngeldplaner“.
Um dein EG Anspruch ungefähr zu berechnen, funktioniert der Elterngeldrechner vom Familienportal des Bundes ganz gut. Er zeigt Dir, wie viel Elterngeld Du ungefähr bekommst und welche Varianten für Dich sinnvoll sind. Möchtest du deinen Elterngeldanspruch genau kennen rechne ich ihn dir gerne aus.
Wo und wie kannst Du Elterngeld beantragen?
Den Antrag stellst Du bei der Elterngeldstelle Deiner Stadt oder Deines Landkreises. Die meisten Behörden bieten inzwischen auch Online-Anträge an. Aber vorsicht - in vielen Gegenden kommst du nicht daran vorbei den Antrag auszudrucken, auszufüllen und per Post zu versenden.
Wichtig ist, den Antrag rechtzeitig zu stellen. Du kannst Elterngeld i.d.R. frühestens mit erhalt der Geburtsurkunde und bis zu drei Monaten rückwirkend, beantragen. Wenn Du zu spät bist, verlierst Du vielleicht Geld.
Beispiel: Elterngeldstelle Berlin
In Berlin kannst Du den Antrag online über das Serviceportal stellen. Dort findest Du auch alle nötigen Formulare und Informationen. Die Bearbeitung dauert meist vier bis sechs Wochen.
Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus – was steckt dahinter?
Neben dem Basiselterngeld gibt es noch das Elterngeld Plus. Es ist besonders interessant, wenn Du nach der Geburt in Teilzeit arbeiten möchtest. Das Elterngeld Plus zahlt sich über einen längeren Zeitraum aus, aber in geringerer Höhe pro Monat.
Der Partnerschaftsbonus unterstützt Eltern, die gleichzeitig in Teilzeit arbeiten. So könnt Ihr beide länger Elterngeld beziehen und Euch die Betreuung teilen.
Diese Varianten machen den Antrag etwas komplexer. Hier lohnt es sich, genau zu überlegen, was für Euch am besten passt.
Unterstützung beim Elterngeld beantragen
Manchmal fühlt sich der Antrag kompliziert an. Da kann es helfen, Unterstützung zu holen. Es gibt Beratungsstellen, die Dir bei Fragen weiterhelfen.
Auch Online-Plattformen wie elterngeld beantragen hilfe bieten viele Infos und Tipps. Dort findest Du Schritt-für-Schritt-Anleitungen und kannst Deine Fragen stellen.
Beispiel: Elterngeldberatung von Elterngeld.net
Diese Webseite bietet nicht nur Infos, sondern auch einen Service, der Dich beim Ausfüllen des Antrags begleitet. So vermeidest Du Fehler und bekommst schneller Dein Geld.

Praktische Tipps für den Antrag
Damit alles glatt läuft, habe ich hier einige Tipps für Dich:
Frühzeitig informieren: Warte nicht bis zur Geburt, sondern informiere Dich schon vorher.
Alle Unterlagen sammeln: Lege Dir eine Mappe mit allen wichtigen Dokumenten an.
Antrag vollständig ausfüllen: Unvollständige Anträge verzögern die Bearbeitung.
Fristen beachten: Stelle den Antrag spätestens drei Monate nach der Geburt.
Bei Unsicherheiten Hilfe suchen: Nutze Beratungsangebote oder Online-Hilfen.
Vergleich von zwei hilfreichen Services für Elterngeld
Es gibt verschiedene Angebote, die Dir beim Elterngeld helfen können. Zwei davon möchte ich kurz vorstellen:
1. Elterngeldrechner von familien-wegweiser.de
Kostenloser Online-Rechner
Zeigt Dir Deine Elterngeldhöhe
Gibt Tipps zur optimalen Aufteilung
Einfach zu bedienen
2. Elterngeldberatung von Elterngeld.net
Umfangreiche Infos und Anleitungen
Persönliche Beratung möglich
Unterstützung beim Ausfüllen des Antrags
Hilft Fehler zu vermeiden
Beide Angebote ergänzen sich gut. Der Rechner ist ideal für den ersten Überblick. Die Beratung hilft, wenn Du tiefer einsteigen möchtest oder Fragen hast.

Was passiert nach dem Antrag?
Nach dem Einreichen prüft die Elterngeldstelle Deinen Antrag. Sie kann Nachweise anfordern oder Fragen stellen. Wenn alles passt, bekommst Du einen Bescheid mit der Höhe und Dauer des Elterngeldes.
Das Geld wird dann monatlich auf Dein Konto überwiesen. Falls sich Deine Situation ändert, zum Beispiel durch mehr Arbeit oder Umzug, musst Du das der Elterngeldstelle melden.
Fazit: Elterngeld beantragen ist machbar
Elterngeld beantragen klingt oft kompliziert. Aber mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung geht es leichter als gedacht. Sammle alle Unterlagen, nutze Online-Tools und scheue Dich nicht, Hilfe zu holen.
So kannst Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren: Dein Baby und Deine Familie. Wenn Du Fragen hast, findest Du unter elterngeld beantragen hilfe viele nützliche Infos und Unterstützung.
Mach den ersten Schritt – es lohnt sich!


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