G-MW7H1R34C0
top of page

So stellst Du den Elterngeldantrag richtig – Deine korrekte Elterngeldantragstellung

Ein Baby ist da – und plötzlich steht man vor einem Berg an Formularen. Elterngeld beantragen? Klingt kompliziert, oder? Aber keine Sorge, ich begleite Dich Schritt für Schritt. So wird die korrekte Elterngeldantragstellung für Dich ganz einfach. Du kannst Dich auf das Wesentliche konzentrieren: Deine Familie.


Warum ist die korrekte Elterngeldantragstellung so wichtig?


Du fragst Dich vielleicht: „Warum muss ich mir so viel Mühe geben?“ Ganz einfach: Fehler im Antrag können zu Verzögerungen oder sogar zu finanziellen Einbußen führen. Elterngeld ist eine wichtige Unterstützung in der ersten Zeit mit Deinem Baby. Deshalb lohnt es sich, den Antrag sorgfältig auszufüllen.


Hier ein paar Gründe, warum Du auf die korrekte Antragstellung achten solltest:


  • Schnelle Bearbeitung: Ein vollständiger Antrag wird schneller bearbeitet.

  • Keine Nachfragen: Wenn alles klar und verständlich ist, musst Du nicht ständig nachreichen.

  • Maximale Unterstützung: Fehler können dazu führen, dass Du weniger Elterngeld bekommst.


Ich zeige Dir, wie Du das vermeidest.


Nahaufnahme eines Schreibtisches mit Elterngeldformularen und Stift
Nahaufnahme eines Schreibtisches mit Elterngeldformularen und Stift

So gelingt Dir die korrekte Elterngeldantragstellung


Der Antrag auf Elterngeld besteht aus mehreren Teilen. Wichtig ist, dass Du alle Angaben vollständig und wahrheitsgemäß machst. Hier meine Tipps für Deine korrekte Elterngeldantragstellung:


  1. Formular besorgen: Du bekommst das Formular bei Deiner Elterngeldstelle oder online auf der Webseite Deiner zuständigen Elterngeldstelle.

  2. Fristen beachten: Der Antrag kann nur maximal drei Monate rückwirkend gestellt werden. Je früher, desto besser.

  3. Alle Unterlagen sammeln: Geburtsurkunde, Einkommensnachweise, Bescheinigungen vom Arbeitgeber – alles griffbereit haben.

  4. Angaben genau prüfen: Besonders bei Einkommen und Arbeitszeiten. Hier zählt jeder Euro.

  5. Unterschrift nicht vergessen: Ohne Unterschrift (i.d.R. von beiden Elternteilen) ist der Antrag ungültig.



Wie viel muss ich verdienen für 1800 € Elterngeld?


Eine häufige Frage ist: „Wie viel muss ich verdienen, um 1800 Euro Elterngeld zu bekommen?“ Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 bis 67 Prozent Deines durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt. Maximal gibt es 1.800 Euro pro Monat.


Überall liest man, dass 2770€ Netto ausreichen um 1800€ Elterngeld zu bekommen. Plottwist - das ist nicht korrekt!

Wenn Du etwa 2770 Euro Netto im Monat verdienst, bekommst Du sicher keine vollen 1.800 Euro Elterngeld. Die EG Stelle zieht von deinem Netto nämlich noch deine Werbungskostenpauschale ab um dein Elterngeldnetto zu berechnen. Diese liegt meistens irgendwo zwischen 80-102€. Dein tatsächliches Netto von 2770€ entspricht also einem Elterngeldnetto von ungefähr 2670€.


Um 1800€ Elterngeld zu erhalten sollten also mindestens 2880€ Netto auf deiner Abrechnung stehen.

(Und denk dran, dass für dein Elterngeldnetto nur laufend steuerpflichtige Einkünfte berückstichtigt werden.) Zuschläge, Sonderzahlungen, Schichtzulagen zählen für deinen Elterngeldanspruch nicht.



Beachte: Auch wenn Du vor der Geburt wenig oder gar nicht gearbeitet hast, gibt es den Mindestbetrag von 300 Euro Elterngeld.


Tipp: Nutze Online-Rechner, um Dein Elterngeld ungefähr zu berechnen. So kannst Du besser planen.


Augenhöhe auf einen Laptop mit Elterngeldrechner Webseite geöffnet
Augenhöhe auf einen Laptop mit Elterngeldrechner Webseite geöffnet

Welche Unterlagen brauchst Du für den Antrag?


Damit Dein Antrag reibungslos läuft, brauchst Du folgende Dokumente:


  • Geburtsurkunde Deines Kindes

  • Personalausweis oder Reisepass

  • Bescheinigung über das Einkommen im Bemessungszeitraum. Bei Angestellten i.d.R. der letzten 12 Monate vor der Geburt Bei Selbstständigen oder Mischeinkünften das Kalenderjahr vor Geburt (Lohnabrechnungen, Steuerbescheide, GuV, EÜR,)

  • Bescheinigung vom Arbeitgeber über Elternzeit und Mutterschutz

  • Nachweise über weitere Einkünfte (z.B. gewerbliche Mieteinnahmen, Photovoltaik)

  • Bescheinigung über den Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Elterngeld für Geschwisterkinder


Sammle diese Unterlagen frühzeitig. So kannst Du den Antrag schnell abschicken.


Tipps für den Antrag – so vermeidest Du Fehler


Manchmal sind es kleine Dinge, die den Antrag verzögern. Hier meine besten Tipps, damit alles glatt läuft:


  • Leserlich schreiben: Wenn Du handschriftlich ausfüllst, achte auf klare Schrift. Och empfehle wenn möglich die Onlineanträge zu nutzen.

  • Keine Lücken lassen: Auch wenn etwas nicht zutrifft, schreibe „nicht vorhanden“ oder „keine“.

  • Kopien statt Originale: Schicke - bis auf die Geburtsurkunde - nur Kopien ein, keine Originaldokumente.

  • Fragen ehrlich beantworten: Vermeide Schätzungen, wenn möglich.

  • Fristen einhalten: Reiche den Antrag so früh wie möglich ein.


Wenn Du Fragen hast, zögere nicht, Dich an die Elterngeldstelle oder an unabhängige Berater wie mich, zu wenden.


Was passiert nach dem Antrag?


Nach dem Einreichen heißt es warten. Die Bearbeitung kann einige Wochen dauern. Du bekommst dann einen Bescheid, in dem steht, wie viel Elterngeld und für welchen Zeitraum du dieses bekommst.


Ich hoffe, diese Tipps helfen Dir, den Elterngeldantrag richtig zu stellen. So kannst Du Dich entspannt auf das neue Familienglück konzentrieren. Wenn Du Unterstützung brauchst, kannst Du hier deine Fragestunde bei mir buchen.


Viel Erfolg und alles Gute für Dich und Deine Familie!

 
 
 

Kommentare


bottom of page